Das neuartige Flugkörpersystem IDAS (Interactive Defence and Attack System for Submarines) ist ein Mehrzweckflugkörper für U-Boote.
Ursprünglich als Mittel zur Selbstverteidigung des U-Bootes gegen U-Jagd-Hubschrauber konzipiert, wurde das Flugkörpersystem IDAS zu einem vielseitigen Einsatzmittel weiterentwickelt. Hiermit ist das getaucht fahrende U-Boot in der Lage, Luft-, Überwasser- und küstennahe Landziele mit hoher Präzision zu bekämpfen.
Innerhalb der deutsch-norwegischen Arbeitsgemeinschaft ARGE IDAS werden der Flugkörper und das Glasfasersystem von Diehl BGT Defence entwickelt. Die norwegische Firma Kongsberg Defence & Aerospace ist für die Integration in die Waffenleitanlage zuständig und HDW ist verantwortlich für die Systemintegration in das U-Boot. Darüber hinaus ist HDW Sprecher der ARGE IDAS.
Das Einzigartige an IDAS liegt darin, dass der Flugkörper während der Gesamtdauer seines Einsatzes über ein faseroptisches Kabel mit der Operationszentrale des U-Bootes verbunden bleibt. Sein bilderzeugender IR-Suchkopf sendet über die Glasfaser permanent Bilder direkt auf die Bedienkonsole im U-Boot. So kann der Bediener den Flug optisch verfolgen und bei Bedarf das Ziel wechseln oder den Einschlagpunkt neu bestimmen. Die extreme Treffergenauigkeit führt dazu, dass ein kleiner Gefechtskopf ausreicht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Kollateralschäden können dabei in einer Weise vermieden werden, wie dieses bei einem Einsatz von Torpedos und schweren Seezielflugkörpern nicht möglich ist.
Das Flugkörpersystem erweitert die Fähigkeit des U-Bootes, flexibel auf eine Vielzahl unterschiedlicher Situationen reagieren zu können. Es hat seine Realisierbarkeit in drei erfolgreichen Flugversuchen nachgewiesen. Nach Abschluss der Detailkonstruktion und der Qualifizierung wird IDAS serienreif sein und zur Verfügung stehen.

